Hohlraumversiegelung selbst machen

Zuletzt aktualisiert am 28.09.2021 von Kieler Jung

Wer den Wert seines Autos möglichst lange erhalten möchte, kommt um Konservierungsmaßnahmen nicht herum. Ein gepflegter Lack ist natürlich weithin sichtbar, gepflegte Hohlräume erkennt man dagegen oft nur mit einer Endoskop-Kamera.

Aber gerade der Zustand dieser Hohlräume entscheidet oft über die Lebensdauer eines Autos, denn ist der Rost erst einmal von innen nach außen durchgedrungen, wird eine Reparatur kostspielig.

Geeignete Maßnahmen über das Autowaschen hinaus sind der Unterbodenschutz und die Hohlraumversiegelung.

Was ist Hohlraumversiegelung?

Bei der Hohlraumversiegelung werden die Hohlräume gegen Korrosion geschützt. Hohlräume eines Autos sind beispielsweise die A-, B- und C-Säulen, die Schweller, aber auch die Hohlräume in Türen und Hauben.

In den Türen kann sich Wasser sammeln, vor allem dann, wenn die Abläufe verstopft sind. Im Unterbodenbereich dringt Spritzwasser ein. Durch diese Feuchtigkeit in den Hohlräumen kann der Rost ungestört sein Werk verrichten. Wenn es bemerkt wird, ist es schon zu spät. Es kommt zu Problemen bei der TÜV-Abnahme und zu teuren Werkstattbesuchen.

Ich habe aber eine Garantie gegen Durchrosten

Wie der Name schon sagt: Gegen Durchrosten. Der Hersteller garantiert also für eine gewisse Zeitspanne, meist 5 bis 6 Jahre, dass nichts durchrostet. Das heißt nicht, dass es nicht rostet, aber es darf eben kein Loch entstehen, denn erst dann ist es durchgerostet.

Deswegen besteht er auf die regelmäßigen Inspektionen, wobei eine Sichtkontrolle durchgeführt wird.

Die Hersteller bringen auch einen Unterbodenschutz auf und versiegeln die Hohlräume, denn bei den dünnen Blechen und Lackschichten kann sich kein Hersteller mehr leisten, dass die Autos schon beim Händler auf dem Hof anfangen zu rosten.

Allerdings ist sowohl Unterbodenschutz als auch die Hohlraumversiegelung nicht immer vollständig und gleichmäßig.

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Kann ich eine Hohlraumversiegelung selbst machen?

Mit etwas handwerklichen Geschick und einem gesunden Menschenverstand kann man eine Hohlraumversiegelung an einem geeigneten Ort selbst durchführen.

Wer körperlich fit ist, kann dies sogar ohne Hebebühne mit Hilfe von Auffahrrampen bewerkstelligen.

Allerdings ist eine Hebebühne eine große Erleichterung. In fast jeder Stadt gibt es Selbsthilfewerkstätten, wo man eine Bühne stundenweise mieten kann.

Dort kann man sich eventuell auch eine Druckbecherpistole leihen, sollte diese erforderlich sein. Die Alternative sind Sprühdosen, die mit einer entsprechend langen Sonde geliefert werden.

Und wie geht das jetzt genau?

Im Grunde genommen wird ein Schutzfilm in die Hohlräume gesprüht. Es gibt Mittel auf Wachsbasis oder Fette, die sich auch in der Verarbeitung unterscheiden. Nicht alle Mittel eignen sich für Sprühdosen und manche (Mike Sanders) lassen sich nur erwärmt verarbeiten und ist daher für den Do-It-Yourselfer am wenigsten geeignet.

In den folgenden YouTube – Filmen wird die Anwendung von Fluid Film gezeigt.

Hohlraumversiegelung selbst machen
Hohlraumversiegelung selbst machen – Teil 1
Hohlraumversiegelung selbst machen
Hohlraumversiegelung selbst machen – Teil 2

Wie oft müssen die Hohlräume versiegelt werden?

Alle zwei bis fünf Jahre ist eine Nachbehandlung fällig. Es hängt davon ab, ob man in einer Schneeregion wohnt, an einer Meeresküste oder in einer eher trockenen Region.

Die verwendeten Mittel spielen auch eine Rolle. Wachse härten mit der Zeit aus und werden brüchig, Fette schwitzen aus.

Ganz wird man die Korrosion an allen Stellen nie verhindern können, aber man kann den Prozess deutlich verlangsamen.

Wer den Wiederverkaufswert und die Lebensdauer des Autos auf einem hohen Level halten will, ist mit einer regelmäßigen Behandlung der Hohlräume gut beraten.

Welches Mittel ist das beste für eine Hohlraumversiegelung?

Die Frage lässt sich nur im Zusammenhang damit beantworten, welche Möglichkeiten der Verarbeitung zur Verfügung stehen.

Wie oben schon erwähnt, lassen sich manche Mittel nur erwärmt bzw. erhitzt verarbeiten. Wenn weder Druckluft noch eine Druckbecherpistole zur Verfügung stehen, bleiben nur Produkte aus der Sprühdose, die einfacher zu verarbeiten, aber dafür aber wegen der aufwendigeren Herstellung mit Treibgas etwas teurer sind.

Aber grundsätzlich ist jedes Mittel besser als nichts zu tun.

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