Grand Canyon National Park | USA Roadtrip

Zuletzt aktualisiert am 07.11.2021 von Kieler Jung

Wenn man den Südwesten der USA bereist, darf auf der Liste der Sehenswürdigkeiten der Grand Canyon National Park natürlich nicht fehlen. Wenn die Zeit für einen Besuch sehr begrenzt ist, empfiehlt es sich, den Grand Canyon National Park vom Südrand (South Rim) her anzufahren, weil es von hier die besseren Einblicke gibt. Hier findet man auch das Grand Canyon Village und die Südseite ist touristisch erschlossener. Jedes Jahr kommen etwa 6 Millionen Besucher hier her, um dieses Naturwunder zu bestaunen. Für einige dieser Besucher ist der Grand Canyon das Letzte, was sie in ihrem Leben zu Gesicht bekommen. Und trotzdem sieht man immer wieder Leute, die mit Badelatschen am Abgrund herumstolpern, um ein Selfie zu machen. Aber der Grand Canyon ist kein Vergnügungspark, sondern eine gefährliche Gegend. Für die Sicherheit der Besucher ist ausreichend gesorgt und man sollte den Hinweisschildern Beachtung schenken.

Der South Rim ist ganzjährig geöffnet, der North Rim wird beim Einsetzen der ersten Schneefälle gesperrt. Der Eintritt kostet 35 US$ pro Fahrzeug, 30 $ pro Motorrad oder 20 $ pro Person, wenn man mit einem Bus anreist (Stand 2020). Wer auf einer Rundreise durch die USA ist, für den empfiehlt sich ein Jahrespass für 80 Dollar. Damit kommt man ein Jahr lang beliebig oft in alle Nationalparks der Vereinigten Staaten. Man bekommt ihn an der Kasse eines jeden NP. Er gilt aber nicht für die genauso zahlreich vorhandenen State Parks der einzelnen Bundesstaaten.



Den Grand Canyon National Park entspannt erkunden – mit den kostenlosen Shuttle – Bussen

Die entspannteste Methode, den Grand Canyon National Park zu erkunden, ist die kostenlosen Shuttlebusse zu benutzen. Es gibt mehrere Routen. Haltestellen und Fahrzeiten kann man einem praktischen Reiseplaner entnehmen. Je früher man kommt, umso größer ist die Chance, einen Parkplatz zu ergattern. Naturgemäß ist an den Wochenenden sehr viel mehr los, an langen Wochenenden wie den Memorial Day ist das Parkplatzchaos vorprogrammiert. Wer einen längeren Aufenthalt mit dem Zelt oder Wohnmobil plant, sollte langfristig im Voraus buchen. Ohne Reservierung stehen die Chancen, einen Platz zu ergattern, bei null. Kleiner Geheimtipp: Etwas nördlich von Tusayan gibt es die Fireroad 800 35°59’24.9″N 112°07’29.3″W . Dort kann man boondocken, also legal campen.

Fireroad 800 Boondocking Platz

Und dann steht man endlich da. Am wohl berühmtesten Abgrund der Welt. Wenn man sehr früh kommt und keine lärmenden Menschenmassen die Aufnahmefähigkeit der Sinne beeinträchtigen, kann es sehr gut sein, das sich angesichts dieses gewaltigen Naturschauspiels Ehrfurcht im Innersten ausbreitet. Für einen Moment versagt die Stimme und die Geschäftigkeit mit Fotoapparaten und Camcordern stellt sich von alleine ein. Man wird im wahrsten Sinne des Wortes geerdet und fühlt sich zu Hause angekommen in der Natur. Der Grand Canyon berührt die Seele. Man muss ihn nur lassen.

Grand Canyon National Park

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Um den Grand Canyon National Park zu bestaunen, reichen ein bis zwei Tage. Wer aber auch einige der zahlreichen Trails erwandern will, braucht deutlich mehr Zeit und sollte sich diese schon allein wegen der Vorbereitung nehmen. Denn wie oben schon erwähnt, der Grand Canyon ist kein Vergnügungspark, sondern ein äußerst lebensfeindliches Habitat. Leichtsinn kann hier schwerwiegende Folgen haben und im schlimmsten Fall das Leben kosten. Neben der Absturzgefahr kann man dehydrieren oder gar verdursten, vierzig Grad °C sind in der Schlucht keine Seltenheit. Die Tiere hier sind keine Kuscheltiere, man sollte ihnen mit Respekt begegnen. Die Ranger geben gerne und bereitwillig Auskunft, informieren über die Gefahren und geben Tipps zur Vorbereitung.

Der Colorado, Schöpfer des Grand Canyon

Übernachtungsmöglichkeiten

Wer nicht mit dem Zelt oder Wohnmobil unterwegs ist, findet Übernachtungsmöglichkeiten in Tusayan oder in Flagstaff. Von Flagstaff aus fahren dreimal täglich Busse in den Nationalpark, das etwa 10 Kilometer entfernte Tusayan ist in das kostenlose Shuttlesystem des Parks eingegliedert. Das erspart die Parkplatzsuche, denn die Parkplätze sind ab etwa 10 Uhr voll. Die Temperaturen am Schluchtrand können auch im Sommer erheblich schwanken. So ist frühmorgens bei weniger als 10 Grad °C eine wärmende Jacke durchaus angebracht, die aber mittags bei 25 bis 30 °C schnell überflüssig wird.

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