Boondokker https://www.boondokker.de Abenteuer mit dem Minicamper Fri, 11 Sep 2020 05:26:50 +0000 de-DE hourly 1 https://wordpress.org/?v=5.5.1 Keine LiFePO4 Batterie in unserem Minicamper https://www.boondokker.de/keine-lifepo4-batterie-in-unserem-minicamper/ https://www.boondokker.de/keine-lifepo4-batterie-in-unserem-minicamper/#comments Sun, 23 Aug 2020 10:17:56 +0000 http://boondokker.de/?p=389 Keine LiFePO4 Batterie in unserem Minicamper Weiterlesen »

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Es scheint ein Hype durch die Minicamper- und Vanliferwelt zu gehen. Alle schwärmen von den tollen LiFePO4 Batterien und wer sie noch nicht eingebaut hat, gehört zu den Bemitleidenswerten. Denn die Dinger scheinen nur aus Vorteilen zu bestehen – die batteriegewordene, eierlegende Wollmilchsau sozusagen. Nur beim Preis darf man nicht so genau hinsehen. Aber was soll’s. Das Beste ist gerade gut genug für den selbst ausgebauten Minicamper oder Van. Oder nicht? Ob in Blogs oder Youtube-Filmen, alle sind begeistert von den kleinen Kraftwerken und googelt man nach Nachteilen, wird man kaum fündig. Na ja, bei Google muss man wissen, dass die ersten Treffer gesponsort sind und die folgenden auf den nächsten zwei, drei Seiten auch nicht zufällig da oben stehen. Da hat man schon kräftig optimiert. Stichpunkt SEO (Search Engine Optimisation). Für uns ist die Verwendung von LiFePO4 im Minicamper als Bordbatterie allerdings ethisch fragwürdig.

Warum keine LiFePO4 Batterie in unseren Minicamper kommt
Batteriebox

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Die Elektroautos, die wir jetzt alle kaufen sollen, fahren ja auch mit den Dingern. Hin und wieder fackelt mal eins ab, aber das verbucht man unter Kollateralschäden. Und hat man nicht erst 2019 den Nobelpreis für Chemie an drei Batterieforscher verliehen? Obwohl die Idee, Lithium als Batteriesubstanz zu verwenden, schon aus den Siebzigern des letzten Jahrhunderts stammt. Lithium ist allerdings sehr reaktionsfreudig, brennt gern und lässt sich nicht mit Wasser löschen. Bis heute nicht. Fragt mal den einen oder anderen Tesla-Fahrer oder besser gleich die Feuerwehr. Jedenfalls glaubt man nun, indem man statt des ursprünglichen Titaniumdisulphid Kobaltoxid bzw. Eisenphosphat als Gegenpol verwendet, die Gefahr minimiert und die Batterien massentauglich gemacht zu haben. In der Tat sind Lithium-Ionenakkus aus keinem Handy oder E-Bike mehr wegzudenken. Was zu einem Problem führt. Denn Lithium ist bis zum jetztigen Zeitpunkt nicht wirtschaftlich recyclebar. Man extrahiert zwar die anderen Mitspieler wie Nickel und Kobalt, aber der Rest bleibt erst einmal Müll. Kobalt übrigens wird von Kindern im Kongo abgebaut. Und Lithium?

Umweltverbrechen in der Atacama-Wüste

Eins der größten Vorkommen gibt es in der Atacama-Wüste in Chile. Dort leben Menschen, aber nicht mehr lange. Denn man nimmt ihnen das Wasser weg. Um Lithium zu gewinnen, wird Wasser aus den unteren Schichten nach oben gepumpt, wo es verdunstet. Übrig bleiben Lithium und verzweifelte Bauern. Davon hört man nicht allzuviel in den Nachrichten, den es passt nicht in das Geschwätz von den Klimazielen und den ganzen Green Deals. Und die Girlies, die bei Fridays for Future mit ihren Handys herumhüpfen, wissen sicher auch nicht, wo das Lithium dafür herkommt. Im Gegensatz dazu stammt das Blei, welches heute zur Herstellung von Auto- oder Solarbatterien verwendet wird, zum größten Teil aus Recycling. Blei ist auch hochgiftig, keine Frage, aber bei Weitem nicht so risikobehaftet wie Lithium. Von der Ökobilanz ganz zu schweigen. Etwas zynisch lautet die Erklärung von VW:

Zur Lithium-Gewinnung aus Salaren gibt es immer wieder kritische Berichte: In einigen Gegenden klagen Einheimische über zunehmende Trockenheit, die beispielsweise die Viehzucht gefährde oder zum Vertrocken von Bäumen führe. Aus Sicht von Experten ist bislang unklar, inwieweit die Trockenheit tatsächlich mit dem Lithiumabbau zusammenhängt. Unstrittig ist: Für die Lithium-Gewinnung selbst wird kein Trinkwasser benötigt. Umstritten ist dagegen, in welchem Ausmaß die Entnahme von Salzwasser zum Nachströmen von Süßwasser führt und damit den Grundwasserspiegel am Rand der Salare beeinflusst. Um das zu beurteilen, sind die unterirdischen Wasserflüsse etwa in der Atacama-Wüste in Chile noch nicht ausreichend erforscht. Als mögliche Einflussfaktoren gelten neben der Lithiumgewinnung beispielsweise der Kupferabbau, der Tourismus, die Landwirtschaft und der Klimawandel„.
Quelle: https://www.volkswagenag.com/de/news/stories/2020/03/lithium-mining-what-you-should-know-about-the-contentious-issue.html

Das hört sich in etwa so an wie die Erklärung der Atomlobby, das die gehäufte Anzahl der Leukämie-Fälle in keinem Zusammenhang mit den Atomkraftwerken in der Nachbarschaft stehen, weil ja noch nichts erwiesen ist. Erzählt das mal den Betroffenen.

LiFePo4 Batterie alternativlos?

Warum schwören denn die Camper nun auf die LiFePO4-Batterien? Nun, sie sind um einiges leichter. Das ist ein Vorteil und nicht von der Hand zu weisen. Dann hört man immer wieder, das im Vergleich zum guten alten Bleisammler die volle Kapazität nutzbar sei. Wo hundert Amperestunden drauf stehen, kann man auch hundert Amperestunden nutzen. Dann ist die Batterie leer. Aber der Teufel steckt im Detail. Denn wenn man die Entladetiefe der Lithiumbatterie wiederholt voll ausnutzt, reduziert man die Zyklenfestigkeit um die Hälfte. Die Batterie gibt also wesentlich früher den Geist auf. Und ohne komplizierte Überwachungselektronik ist eine LiFePO4 überhaupt nicht zu betreiben, weil sie Abweichungen von Ladeströmen- und spannungen nicht so toleriert wie ihre AGM-Kollegin, die in gewissen Grenzen wieder belebbar ist. Eine tote LiFePO4 ist Sondermüll. Im Kleingedruckten findet man auch noch den Hinweis, das der Ladestrom bei Temperaturen unter null Grad durch das Batteriemanagment reduziert wird. Dass diese Batterien einen Bluetooth – Dongle und eine Handy-App quasi als Serienausstattung mit dazu bekommen, ist eher eine Notwendigkeit als ein besonderer Service. Denn eine LiFePO4 braucht wohl ständige Überwachung…

In unseren Camper kommt eine Technik, die sich in Jahrzehnten bewährt hat und nur ein Sechstel kostet. Und selbst wenn Geld überhaupt keine Rolle spielen würde – aus den oben angeführten Gründen kommt mir keine Lithium-Batterie ins Auto, weil es eine vernünftige Alternative gibt. Beim Handy leider nicht mehr. Es ist eine Frage der Ethik und der Nachhaltigkeit. Für das eingesparte Geld kaufen wir uns lieber sinnvolles Zubehör.

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Dacia Dokker Minicamper Ausbau #2 https://www.boondokker.de/dacia-dokker-minicamper-ausbau/ https://www.boondokker.de/dacia-dokker-minicamper-ausbau/#respond Sat, 25 Jul 2020 15:00:41 +0000 https://boondokker.de/?p=285 Dacia Dokker Minicamper Ausbau #2 Weiterlesen »

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Nach zwei Wochen Urlaub mit dem Zelt blieb noch eine Woche übrig, um am Dacia Dokker Minicamper Ausbau zu arbeiten und die anstehenden Arbeiten für den DIY Ausbau waren alles andere als motivierend. Noch mehr Gewinde schneiden, Löcher bohren und senken. Schon während meiner Lehrzeit, wo damals wie bei allen gewerblich-technischen Berufen eine Grundausbildung in Metallverarbeitung mit feilen, sägen und bohren usw. auf dem Programm stand, wusste ich, dass das nicht so richtig meins ist. Bin ja schließlich Fernmeldehandwerker und mein Standardwerkzeug ist ein Schraubenzieher. Aber geschadet hat es natürlich nicht. Vielleicht hatte ich als Fünfzehnjähriger einfach nur keinen Bock.

Dacia Dokker Minicamper Ausbau
Der Boondokker Rohbau

Ich bin in dieser letzten Urlaubswoche doch ganz gut voran gekommen, wie auf dem Bild zu sehen ist. Die einzelnen Segmente sind soweit fertig und ich habe eine Anprobe im Dokker vorgenommen. Komplett mit Kühlschrank, Kocher und Küchenkiste. Ein sogenanntes „dressed rehearsal“. Passt auch alles soweit, nur müssen wir die Sitze etwas weit nach vorne schieben, was meine Frau zu Recht bemängelt hat. Das könnte bei langen Strecken etwas ermüdend werden. Folglich habe ich beschlossen, die Gesamtlänge um einen Zentimeter und die Gesamthöhe um drei Zentimeter zu verringern, in der Hoffnung, so noch etwas Spielrau*m für die Sitze zu bekommen.

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Verzögerung durch Schaumstofflager.de

Die Polster haben wir bei Schaumstofflager.de bestellt. Ich verlinke diese Firma mit Absicht nicht, weil ich sie absolut nicht empfehlen kann. Die Lieferzeit ist extrem lang. Gut, man kann sich mit Corona herausreden. Nur wollten wir in den Urlaub fahren und mehrere große Stücke mit 8 cm Kaltschaum ergeben schon ein größeres Paket, welches nicht unbedingt zwei Wochen vor der Tür stehen soll. Also haben wir eine freundliche email an diese Firma geschrieben mit dem Hinweis, das wir eben zwei Wochen lang nicht da sind. Und prompt kam die Antwort mit dem wörtlichen Hinweis:

ACHTUNG: Ihre Email wird von uns nicht gelesen. Prüfen Sie daher bitte zuerst folgendes nach: Haben Sie 1. Lagerartikel oder 2. Sonderanfertigungen bestellt (unten aufgeführt). Sollten Sie feststellen, dass Ihre Lieferzeit überschritten ist, senden Sie bitte eine Anfrage an die Emailadresse, welche Sie unten in diesem Schreiben finden.

Und natürlich wurde das Paket just an unserem ersten Urlaubstag geliefert. Eine freundliche Nachbarin, die unsere Wohnungsschlüssel hatte, war glücklicher Weise zugegen und hat das Paket bei uns reingestellt. Das ist es aber nicht, weshalb ich angefressen bin. Von den bestellten acht Teilen wurden sieben geliefert. Und von den sieben hatte zwei die Maße, die ich bestellt habe. Ich rede hier nicht von einer hinzunehmenden Toleranz, sondern von zwei Zentimetern.

Schaumstoff für Dacia Dokker Minicamper Ausbau
Bestellt waren z.B. 3 Teile a 72 cm. Eins hatte 72 cm, die beiden anderen nur 70…

Natürlich habe ich reklamiert, worauf hin Fotos verlangt wurden. Bitteschön, habe ja nichts anderes zu tun. Dann hat die nette Dame (alles per email, ans Telefon geht keiner ran) mir versichert, sie würde es nun an die Fertigung leiten, wo es geprüft wird. Ich möchte mich gedulden. Nun gedulde ich mich schon wieder ein paar Tage lang und nichts passiert. Schaumstofflager.de? Nein danke! Dadurch verzögert sich mein Dacia Dokker DIY Ausbau um wenigstens drei Wochen!

Update: Ich habe das fehlende Teil bei Saarschaum bestellt. Geliefert wurde zunächst die falsche Stärke, nämlich 10 cm statt 8 cm, nach einem Anruf (und da geht auch gleich jemand ran) wurde mir zugesagt, dass das teil nochmal verschckt wird. zwei tage später war es da. So geht Service!

Out now! Dacia Dokker Minicamper DIY

Ausbau #2

Ich warte ja sowieso noch auf die kürzeren Aluprofile, die ich wie immer bei myaluprofil bestellt habe, um die oben erwähnten Veränderungen vorzunehmen. Dann kommen noch der Bodenbelag und die Elektrik und viele kleine Detailarbeiten. Vielleicht schaffen wir es bis zum Herbst soweit, das wir eine kleine Wochenend-Testfahrt mit Übernachtung unternehmen können. Ich bedanke mich fürs Lesen und bis bald .-)

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Dacia Dokker Minicamper #1 https://www.boondokker.de/dacia-dokker-minicamper-1/ https://www.boondokker.de/dacia-dokker-minicamper-1/#comments Sun, 28 Jun 2020 10:55:27 +0000 https://boondokker.de/?p=242 Dacia Dokker Minicamper #1 Weiterlesen »

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Jetzt geht es also los mit dem Bau des Dacia Dokker Minicamper. Das Konzept stand fest, jetzt war noch die Frage zu klären, wo der Ausbau und die erforderlichen Arbeiten eigentlich stattfinden sollen. Meine Frau und ich bewohnen eine Stadtwohnung, dazu gehört ein Parkplatz vor dem Haus: Das wäre die erste Option. Keine gute Idee aus zwei Gründen. Erstens muss das Wetter mitspielen. Fängt es an zu regnen, muss man alles wieder wegräumen. Zweitens die neugierigen Fragen der Nachbarn, die mich immer wieder aus dem Flow bringen würden. Option zwei ein ungenutzter Kellerraum, der mit Segen des Hausmeisters auch hätte genutzt werden dürfen. Kein Regen, aber viel Treppen steigen. Drittens hatte ich den Balkon in Erwägung gezogen, um zu sägen, zu bohren. Meine Frau war not amused.

Da kam die rettende Idee. Unser Schrebergarten. Ein idealer Platz für die ganzen Vorbereitungsarbeiten. Denn um Gewinde zu schneiden und Holzplatten zuzusägen, muss ich nicht zwingend im Dokker sitzen. Doch halt! Ich habe ja gar keinen Strom im Garten. Außer Solarstrom für die Alarmanlage und im Sommer für den Kühlschrank. Oder den Generator, den ich dann immer wieder anschmeißen müsste, wenn ich ein Elektrowerkzeug benutzen will. Doch nochmal halt! Es gibt ja Akkuwerkzeuge. Klar, Akkuschrauber benutze ich schon ewig im Garten. Aber das es eine Akku-Kreissäge gibt, wusste ich bis vor Kurzem nicht einmal.

Und so bin ich auf das 12 Volt Akku-System von Bosch gekommen. Den Akkuschrauber hatte ich schon zu Hause. Ich konnte mir kaum vorstellen, wie eine Kreissäge mit 12 Volt funktionieren könnte. Und ganz sicher wäre es nicht meine erste Wahl, wenn ich als Dachdecker oder Tischler meine Brötchen damit verdienen müsste. Aber um hin und wieder eine Holzplatte durchzusägen, ist das das perfekte Werkzeug. Wie sich in der Praxis heraus stellte, sind diese kleinen handlichen Akku-Werkzeuge von Bosch vollwertige, gut funktionierende Elektrogeräte und über die Laufzeit der Akkus war ich immer wieder erstaunt. Ich besitze mittlerweile mehrere Geräte dieser Reihe, habe aber nicht alle mit Akkus gekauft, sondern tausche sie untereinander aus. Ich kann ja nicht zwei Werkzeuge gleichzeitig bedienen und hier liegt der große Vorteil dieses Systems. Ein Akku passt in alle Werkzeuge.

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Der erste Dacia Dokker Minicamper Selbstbau in Aluprofil – Modulbauweise

Ich habe mich für den Ausbau ja für eine Modulbauweise entschieden. Nun war das erste Modul an der Reihe. Es besteht aus einer Grundplatte, worauf ein Rahmen aus Aluprofilen befestigt wird. Das Ganze soll später Teil der Liegefläche sein und Platz für drei Euroboxen 40x30x32 bieten. Die habe ich als B-Ware sehr günstig von Auer Packaging bekommen. Ich glaube, hier sagt ein Bild mehr als tausend Worte:

Dacia Dokker Minicamper Modul
Kistenmodul

Um die Aluprofile verschrauben zu können, habe ich erst einmal jede Menge Gewinde schneiden müssen. Vielleicht wären auch selbst schneidende Schrauben gegangen? Ich habe es nicht probiert und die sichere, wenn auch Zeit raubende Variante gewählt. Für die Eckverbindungen habe ich zwei Arten von sogenannten 3D-Verbindern gefunden. Die oben zu erkennende in Würfelform und eine weitere:

Dacia Dokker Aluprofil Eckverbindung
Nicht empfehlenswerte 3D-Verbindung

Die oben im Bild war zwei Euro pro Stück teurer und ist in meinen Augen keinen Schuss Pulver wert, weil nicht passgenau. Man muss schon ziemlich frickeln, damit die kleinen Nasen genau in die Führungen passen. Wenn man denkt, dass zieht sich schon passend beim Anschrauben, riskiert die Beschädigung des Gewindes in dem weichen Aluminium. Die Plastikabdeckung für diese 3D-Variante ist genau so ein Witz:

Dacia Dokker Aluprofil Abdeckung
Der Plastik-Pinockel hält vielleicht ein Mal

Wenn man ein-, zweimal an die Ecken rempelt, ist die Plastikabdeckung Geschichte. Es sind halt Erfahrungen, die man erst einmal sammeln muss. Auf jeden Fall ist meine Ausbaumethode nichts für Ungeduldige. Es wäre wirklich sehr viel einfacher, sich im Baumarkt ein paar Dachlatten zu besorgen, dazu zwei Dutzend von diesen Messingwinkeln und eine Schachtel Spaxschrauben. Im Nullkommanix hat man sich dann so eine Kiste zurecht gezimmert. Je nach handwerklichem Können variiert das Ergebnis dann zwischen einer ansehnlichen Truhe oder einem Karnickelstall. Ich bewundere auch Leute, die sich erst einmal mit einem 3D-Programm eine Zeichnung erstellen. Das wiederum wäre mir dann zu aufwändig. Die einzige existierende schriftliche Aufzeichnung, die außerirdische Besucher von einem fremden Planeten von meinem Dokker-Ausbau finden würden, wäre folgende:

Dacia Dokker DIY Zeichnung
Es geht doch nichts über eine sorgfältige Planung

Weil die einzelnen Arbeitsschritte nur sehr langwierig in Worte zu fassen sind, haben wir natürlich auch ein Video in petto. Es würde uns freuen, wenn ihr dieses anschaut und wohlwollend bewertet. Wie es weitergeht, erfahrt ihr demnächst hier.

Dokker #Minicamper DIY Ausbau mit Aluprofilen in #Modulbauweise
Dokker #Minicamper DIY Ausbau mit Aluprofilen in #Modulbauweise
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Hochdachkombi zum Minicamper ausbauen https://www.boondokker.de/hochdachkombi-zum-minicamper-ausbauen/ https://www.boondokker.de/hochdachkombi-zum-minicamper-ausbauen/#comments Sun, 07 Jun 2020 11:28:21 +0000 https://boondokker.de/?p=208 Hochdachkombi zum Minicamper ausbauen Weiterlesen »

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Einen Hochdachkombi zum Minicamper ausbauen? Wie geht das? Wir haben unzählige Videos auf youtube angeschaut, uns Anregungungen geholt und die eine oder andere Idee „geklaut“. Aber es war nichts dabei, was unsere Bedürfnisse zu einhundert Prozent befriedigt hätte. Das liegt vermutlich daran, dass wir andere Anforderungen haben. Los geht es damit, das wir nicht die Absicht haben, im Dokker zu wohnen. Wir wollen lediglich damit individuell reisen und eine flexible und kostengünstige Übernachtungsmöglichkeit haben. Kochen (außer Kaffee) und backen im Dokker kommt für uns nicht in Frage. Die gesamte rückwärtige Fläche, die ohnehin schon nicht üppig ist, soll zum Schlafen dienen und falls nötig, eine Sitzgelegenheit für zwei Personen bieten. Eine kleine Waschgelegenheit soll auch gegeben sein. Auf jeden Fall wollen wir preiswert und individuell reisen. Das war uns seit unserem USA-Trip klar.

Modulbauweise mit Aluprofilen

Grundsätzlich soll der ganze Einbau minimalinvasiv und mit ein paar Handgriffen wieder entfernbar sein. Jedes Modul ist dazu mit zwei Schrauben an der Karosserie verankert. Die Module sind aus sogenannten Strangpress-Profilen gefertigt. Sie gibt es passgenasu geschnitten zum Beispiel bei myaluprofil. Die beiden hinteren jeweils an der vorhandenen Befestigung für die Zurr – Ösen, die vordere mit Hilfe eines Aluminiumwinkels an der Stelle, wo sonst die Rückbank angeschraubt ist. Der Boden des Dokker (außer der Expressvariante) weist durch den Fußraum für die hinteren Passagiere einen Höhenunterschied von ca. 15 cm aus. Bei einer durchgehenden Bodenplatte entsteht so ein Hohlraum, wo oft kostbarer Platz verschwendet wird. Zwar kann man da Sachen mehr oder weniger hineinstopfen, aber eine Ideallösung ist das nicht.

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Zusätzlich wird durch das übliche Dreikisten-Ausbau-Prinzip der Einstieg an den Schiebetüren verkleinert und als ob das nicht reichen würde, eine Schiebetür mit einem hohen Kühlschrank zugebaut. Durch Betrachten dieser Ausbauvideos entstand die Suche nach anderen Lösungsmöglichkeiten. Ich bin leider kein Statiker und muß auf meinen hoffentlich gesunden Menschenverstand vertrauen, was die Materialien anbelangt. Schraubenlängen und Stärken sind durch das verwendete Aluprofil schon vorgegeben. Das ist der Grund, warum ich mich bei den Aluprofilen für den Typ 6B und nicht 5I entschieden habe, um an den noralgischen Punkten mit M6 anstelle von M5 verschrauben zu können. Beide Profile sind 20 x 20 mm. Vom I-Typ wären mindestens 30 x 30 erforderlich gewesen, um ohne große Nachbearbeitung M6 verwenden zu können.

Hochdachkombi zum Minicamper ausbauen – mit Modulen

Und so entstand in meinem Kopf nach und nach das Boondokker-Konzept. Es unterscheidet sich in wesentlichen Punkten von dem, was bisher auf Youtube zu sehen ist. Das geht los bei der Auswahl der Materialien. Dazu muss man wissen, dass so gut wie jede aus Spänen oder Fasern gepresste Platte Formaldehyd enthält. Lediglich die Menge ist unterschiedlich und bei Platten für den Möbelbau gelten gewisse Richtwerte. Man kann sich leicht ausmalen, dass je minderwertiger das Material und je größer die Menge davon in einem kleinen Raum wie dem Dacia Dokker verwendet wird, die Ausgasung ansteigt. Auf youtube gibt es Varianten mit OSB-Platten ebenso zu bewundern wie Ausbauten mit Phenolharz beschichteten Siebdruckplatten, ein Material vorwiegend für den Anhängerbau. Auch wenn der Flightcase-Look seine Reize hat, möchte ich nicht mein Haupt des Nachts darauf zur Ruhe betten und mit einer Migräne aufwachen.

Hochdachkombi zum Minicamper ausbauen
Das Prinzip der Boondokker – Module

Maximale Schlaffläche

Aber ganz ohne Holz geht es nicht. Ich habe lediglich die Menge auf das Nötigste reduziert, sowohl in der Dicke als auch in der Fläche. Eine durchgehende Bodenplatte als „Fundament“ gibt es beim Boondokker nicht, auch kein Rahmenholz. Statt dessen habe ich Module konstruiert, die im Ganzen eingebaut und wieder entnommen werden können. Die Modulrahmen bestehen wie schon erwähnt aus Aluprofilen vom Typ 6B. Die beiden hinteren Module haben jeweils eine Grundplatte aus 12mm Birke Multiplex und können jeweils drei Euroboxen der Maße 30 x 40 x 32 cm aufnehmen, eine Box ist ein designierter Wasserkanister mit 23 Litern Inhalt. Die Euroboxen sollen helfen, eine gewisse Ordnungsstruktur einhalten zu können und nicht alles in einer großen Rumpelkiste suchen zu müssen.

Das vordere Modul dient im wesentlichen als Unterkonstruktion für die Liegefläche und bietet noch etwas Stauraum. Bleibt noch der Mittelgang zwischen den beiden hinteren Modulen. Hier finden ein Kompressorkühlschrank und eine Eurobox von 40 x 30 x 18,5 mit Deckel Platz. Darüber befinden sich zur Vervollständigung der Schlaffläche lose Platten, ebenfalls aus 12 mm Multiplex, die beide noch als Tischplatten Verwendung finden können.

Natürlich muss man Kompromisse eingehen. Ein Dacia Dokker ist kein Wohnmobil oder Transporter. Bei der Sitzhöhe muss man sich überlegen, ob man lieber den Kopf etwas neigt oder mehr hockt als sitzt. Aber wie schon gesagt, hinten im Dokker zu verweilen soll in erster Linie dem Schlafen vorenthalten und alles andere die Ausnahme bleiben. Auf eine Küchenzeile mit Spüle haben wir zugunsten der Liegefläche verzichtet. Allerdings wird eine Wasserpumpe mit flexiblem Schlauch eingebaut, um bequem Wasser entnehmen zu können, wobei der mitgeführte Wasservorrat im Tank nur zum Waschen, Zähneputzen und Geschirr abwaschen dient. Für Kaffee etc. greifen wir auf Wasser in Flaschen zurück. Das Schmutzwasser wird an Ort und Stelle entsorgt, von daher gibt es keinen Abwasserkanister. Selbstverständlich verwenden wir nur ökologisch unbedenkliche Waschmittel.

Minimale Bordelektrik

Kommen wir zum Thema Elektrik. Ich habe als Kommunikationselektroniker eine große Affinität zu Schaltern und bunten, blinkenden Kontrollleuchten und -anzeigen. Auch die meisten Youtube-Videos über Minicamper-Ausbau zeigen eine verschwenderische Fülle davon. Ich habe bei der ersten groben Planung auch eher geklotzt als gekleckert. Aber es wird rudimentär. Der Boondokker wird eine Bordbatterie bekommen, so viel steht fest. Allein wegen dem Kühlschrank. Er wird auch wegen dem Euro 6 – Management einen Ladebooster erhalten, um die erforderliche Nachladung sicherzustellen. Eine Pumpe für den Wassertank, ein Sicherungsblock, zusätzliche USB- und 12V- Anschlüsse und das war es auch schon. Das Ganze wird als steckbares Elektromodul konzipiert. Ich habe mich für eine AGM – Batterie entschieden. Drei Wochen Urlaub im Jahr plus ein paar Ausflüge rechtfertigen für mich nicht die Anschaffung einer fünf Mal so teuren Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Ich brauche weder eine App, um mich mit der Batterie zu unterhalten oder eine Digitalanzeige mit Prozentrechnung.

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Ich habe noch eine alte autool X50 OBDII – Anzeige im Keller gefunden und angeschlossen. Da lese ich während der Fahrt die Ladespannung ab. Im Stand reicht für die Bordbatterie eine Spannungsanzeige für ein paar Euro. Ich habe mir den Kopf zermartert, wofür ich 220 Volt im Auto gebrauchen könnte.

Außer das sich meine Frau die Haare fönen kann, ist mir nichts eingefallen. Das ein ausgewachsener Fön die Bordbatterie in Nullkommanix leersaugen kann ist klar. Nehmen wir zum Beispiel einen handelsüblichen Fön mit einer Leistungsaufnahme von 2000 Watt. Macht bei 220 Volt einen Strom von ca. 9 Ampere. Bei 12 Volt sind das schon 167 Ampere, die von der Batterie zum Konverter fließen würden. Dazu braucht es daumendicke Kabel, um die Karre nicht abzufackeln.

Letztendlich werde ich noch eine Anschlussmöglichkeit für ein mobiles Solarmodul schaffen und ein kleines Batterieladegerät mitführen. Auf einen Spannungswandler verzichte ich vorerst genau so wie auf einen fest verbauten Solar-Laderegler. Ein Android-Radio ist leider auch unter den Opfern der Streichliste zu beklagen. Ich habe festgestellt, dass das serienmäßig verbaute Plug&Play Radio völlig ausreicht. Bis jetzt.

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Der Dacia Dokker 2020 ist da https://www.boondokker.de/dacia-dokker-2020-hochdachkombi-wird-minicamper/ https://www.boondokker.de/dacia-dokker-2020-hochdachkombi-wird-minicamper/#respond Sun, 17 May 2020 06:27:25 +0000 https://boondokker.de/?p=99 Der Dacia Dokker 2020 ist da Weiterlesen »

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Endlich ist der Dacia Dokker 2020 bei uns eingezogen. Die Monate der Wartezeit verbrachten wir mit Planungen – meine Frau plante die Farben der Gardinen und Bezugsstoffe, ich den gröberen Ausbau. Sich Dinge bildlich im Kopf vorzustellen ist das Eine, sie in die Realität umzusetzen das Andere. Dann merkt man plötzlich, das es SO garnicht funktionieren kann, weil der Platz nicht reicht oder die Gegebenheiten einfach nicht so sind wie die Bilder im Kopf. Dann heißt es: Alles auf Anfang. Na ja, nicht alles, aber ohne Änderungen geht es nicht und eine Änderung bedingt dann halt die nächste und so weiter. Und mit dem Ausbau des Campers soll auch der Ausbau der Social Media – Aktivitäten voran schreiten. Auch hier zeigt sich, das mit der Anzahl der vielen offenen Baustellen auch der Frust steigt. Ich werde mich auf Instagram und youtube fokussieren, Facebook und Pinterest erst einmal irgendwie mitlaufen lassen. Meine Facebook-Fanpage habe ich wieder eingestampft, war mir zuviel Werbung und irgendwie steige ich bei Facebook sowieso nicht mehr ganz durch, warum meine öffentlichen(!) Beiträge mal geteilt werden können und dann wieder nicht. Da habe ich gerade keinen Bock mehr drauf, ständig in den Einstellungen herum suchen zu müssen, um am Ende doch zu keinem Ergebnis zu kommen. Aber bei youtube habe ich endlich den Kanaltrailer fertig:

Dacia Dokker 2020
Der ganze Ausbau auf Youtube

Der Dacia Dokker 2020 wird ausgebaut

Zurück zum Dokkerausbau. Natürlich gibt es auf Youtube schon etliche Anleitungen, wie man einen Hochdachkombi zum Minicamper ausbauen kann, speziell auch Dacia Dokker. Warum es ein Dacia wurde, liegt klar auf der Hand: Nirgends bekommt man so viel Auto fürs Geld und die Marke ist auf den Straßen nicht mehr wegzudenken. Und Geld spielt nun mal eine Rolle bei uns. Überhaupt ist dieses ganze Projekt darauf ausgelegt, uns als zukünftige Rentner (2024) noch Reisen zu ermöglichen. Uns, die trotz lebenslanger Erwerbstätigkeit, Aufzucht der Kleinen und Pflege der Alten mit Almosen abgespeist werden. Und zwar Reisen individueller Natur und keine Butterfahrten. Dieser Dacia Dokker bedeutet uns ein Stück Freiheit und Würde. Auch und gerade weil eine fertig geplante USA-Reise 2020 dank Corona ins Wasser gefallen ist und etliche Euros mit in die Tiefe gerissen hat. Ach ja, der Ausbau.

Zählt Scheiben tönen zum Ausbau? Jedenfalls stand mir diese Hürde noch bevor. Macht es ja um einiges leichter, damit anzufangen, da die Folien von innen angebracht werden. Wenn das Auto erst einmal mit allen möglichen Sachen zugebaut ist, wird es komplizierter. Die Folien bekommt man als Rollenware oder als Set, lasergenau zugeschnitten und auf das Fahrzeug abgestimmt. Da ich noch nie irgend etwas foliert habe, war das Set meine Wahl. Die gibt es so um die achtzig Euro im Internet zu bestellen. Der Dacia Dokker hat keine besonders gewölbten Scheiben, sonst hätte ich mich nicht getraut, es selbst zu machen. Ich habe auch nur den Parkplatz vor dem Haus, um die Arbeiten durchzuführen, von daher muss vieles improvisiert werden.

Dacia Dokker 2020 | Hochdachkombi wird zum Minicamper ausgebaut
Die Ausgangssituation

Ich hatte mir überlegt, eine Kamera mitlaufen zu lassen und das ganze dann als DIY-Video auf meinen youtube-Kanal zu laden, bin dann aber davon abgekommen. Beim Scheiben folieren hat man in der Regel nur einen Versuch, so jedenfalls meine Annahme. Und eine laufende Kamera würde mich ablenken und meine Konzentration stören. Jetzt gab es nur noch mich und die Folie. Und die Rakel. Ja, richtig, DIE! Einzahl! Ich wusste gerade nicht, ob es der oder das Rakel heißt und musste googlen. Überraschung. Es heißt DIE Rakel. Einen Punkt für die Grüninnen.

Am Ende ging es dann doch einfacher wie gedacht. Man muss sich eben eine Strategie überlegen und einen nassen Hintern in Kauf nehmen, denn es ist ein ziemliches Geplantsche im Auto. Dieses hatte ich rund herum zu wegen Staub und Luftzug und so. Trotzdem war nicht jedes Staubkorn zu bändigen und einige fanden einen Weg, um sich zwischen Scheibe und Folie einen Platz für die Ewigkeit zu sichern. Ich wüsste nicht, wie ich das mit meinen gegebenen Mitteln hätte verhindern können und somit bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

raus gucken geht, rein gucken nicht…

Ich habe im Vorfeld recherchiert und mir die Ausbau-Varianten der Camper-Kollegen auf youtube angeschaut. Dabei habe ich mir viele Anregungen geholt, bin aber auch ins Grübeln gekommen, ob man es hier und da nicht besser machen könnte. Besser in dem Sinn, es für unsere Zwecke tauglicher zu machen. Besser auch in dem Sinn, Platz besser auszunutzen. Denn Platz ist ein seltenes Gut in einem Hochdachkombi, wenn ein Minicamper draus werden soll. Also fliegt in der Regel als Erstes die Rückbank raus. Folgt man der Regel weiter, geht es zum Baumarkt, wo eine Bodenplatte aus ein oder zwei Teilen zurecht gesägt wird und wenn man schon im Baumarkt ist, kann man gleich noch Rahmenholz, Multiplexplatten, Verbinderwinkel und zwei Schachteln Spaxschrauben mitnehmen. Und schon kann es los gehen. Wenn man der Regel folgt. Mache ich aber nicht. Meine Bodenplatte gleicht einem Flickenteppich.

Was soll das denn werden?

Wenn ich die Phrase „in Coronazeiten“ höre, wird mir inzwischen speiübel. Trotzdem komme auch ich nicht drum herum, denn sowas wäre mir in normalen Zeiten nicht passiert. In Coronazeiten schon. Wir stehen also vorschriftsmäßig maskiert im Baumarkt geduldig in der Warteschlange am Ausgabeschalter, um unsere zugesägten Bodenplatten abzuholen. Wir geben uns Mühe, gesund auszusehen, nicht zu räuspern oder zu husten, damit wir nicht vom Sicherheitspersonal überwältigt und der Tore verwiesen zu werden wie weiland der Erzengel Michael mit Eva und Adam verfuhr. Man ist ja mittlerweile einiges gewohnt in Coronazeiten. Auch die zuvorkommende Art der Mitarbeiter in der Zuschnittabteilung, die unseren leeren Einkaufswagen verlangten, um ihn von unseren Blicken losgelöst mit unseren Waren zu beladen und anschließend zurück zu bringen. Vom dauernden Einatmen der eigenen ausgeatmeten Luft schon etwas benebelt haben wir natürlich erst draußen am Auto bemerkt, dass die bestellten Maße nicht mit den gesägten überein stimmten. Zwei Teile zu lang. Sie selbst abzusägen erschien mir das kleinere Übel als die Rückkehr zum Maskenball. Und das passiert eben nur in Coronazeiten.

Ich weiß nicht, ob mein Konzept der modularen Bauweise funktioniert. Ich habe es fertig im Kopf, aber – siehe oben – manchmal macht einem die Realität einen Strich durch die Rechnung. Wenn ihr wissen wollt, ob es funktioniert oder ob ich mich zum Obst mache, dann schaut wieder rein, wenn es heißt: Der Boondokker und…

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USA 2018 Rundreise – Highway 1 https://www.boondokker.de/usa-2018-rundreise-highway-1/ https://www.boondokker.de/usa-2018-rundreise-highway-1/#comments Thu, 02 Apr 2020 11:09:06 +0000 http://boondokker.de/?p=78 USA 2018 Rundreise – Highway 1 Weiterlesen »

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Der nächste Abschnitt unseres Abenteuers lautete Highway 1. Nicht jedem ist es vergönnt, an der Pazifikküste entlang zu spazieren oder zu fahren. Sich dessen bewusst zu sein, macht es zu etwas Besonderem. Und so muss man sich das eine oder andere mal vergewissern, daß das jetzt tatsächlich passiert und kein Traum ist. Wir sind in Kalifornien! Unsere USA Südwesten Rundreise 2018 hat begonnen und die erste Station, die Half Moon Bay, hatten wir hinter uns gelassen. Noch war alles fremd und ungewohnt. Die Routine im Wohnmobil würde sich erst später einstellen. Trotzdem war die erste Übernachtung in einem Wohnmobil auf einem fremden Kontinent erstaunlich gut verlaufen.

USA 2018 Rundreise - Highway 1
See-Elefanten

Wir haben in den verschiedenen State- und Nationalparks immer wieder ehrenamtliche Volontäre getroffen, die uns Touristen mit viel Geduld und nicht ohne Stolz „ihren“ Park präsentierten. Hier wird nicht durch Verbotsschilder ausgegrenzt und so die Natur nur aus der Ferne erfahrbar gemacht, sondern man ist oft mittendrin im Geschehen. Gut, der Strand mit den See-Elefanten hatte einen etwas strengen, gewöhnungsbedürftigen Geruch, aber wann kommt man schon mal so dicht heran? Der Eintritt in den Ano Nuevo State Park war übrigens frei, weil wir die Nacht zuvor in einem State Park in Half Moon Bay Eintritt bezahlt hatten. Über einen gut ausgebauten Holzsteg kann man sich inmitten der Tiere bewegen. Auch wenn man sie nicht immer sieht: Zu hören und zu riechen sind sie gut. Trotzdem sollte man ihnen mit einem gesunden Respekt begegnen und sich nicht zu dicht an sie heran wagen.

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Pacific Coast Highway
Pazifikküste

Highway 1 – Bixby Bridge und Big Sur

Wir fuhren auf dem PCH weiter südwärts bis nach Big Sur, wo wir eine weitere Rast einlegten. Uns war klar, das es da unten wegen der Sperrung nicht mehr weiter ging. Das Risiko, mit einem Wohnmobil auf irgendwelchen Baustraßen durch den Wald zu eiern war uns zu groß. Mit einem eigenen Fahrzeug kann man das vielleicht machen, aber der Gedanke, wegen Leichtsinns an einem Abschlepphaken zu enden, war uns dann doch zu abschreckend. Leider fehlte uns auch noch die Gelassenheit, um Stehplätze für die Nacht zu finden. Was wussten wir schon von boondocking oder BLM-Plätzen? Genau, nichts. Das Wissen kam erst später. Und so machte sich dann schon nachmittags immer die Sorge breit, wo wir denn über Nacht stehen würden. Es war natürlich eine Sackgasse, und einiges an extra meilen. Aber wir wollten unbedingt noch den Pfeiffer Big Sur State Park erreichen und den legendären Wasserfall fotografieren. Na ja, so spektakulär war es dann auch wieder nicht…

Bixby Bridge Pacific Coast Highway
Die Bixby Bridge haben wir an diesem Tag auch gleich zweimal überquert. Hin und zurück.

Aber jetzt genossen wir erst einmal die frische, würzige Luft des Pazifik. Zahlreiche Haltebuchten laden zum Verweilen und Fotografieren ein. Ein Highlight ist natürlich die Bixby Bridge. Gebaut wurde sie 1932 und hat eine Höhe von 79 Metern. Wenn man sich das zerklüftete Gelände anschaut, kann man ermessen, welche Mühen es gekostet hat, sie zu erbauen. Für gerade mal 200.000 Dollar!

Big Sur Pacific Coast Highway
Der Zweck dieser Etappe: Big Sur

So schön die Fahrt entlang der Pazifikküste auch ist – irgendwann muß man wieder ins Landesinnere. Für uns bedeutete dies erst einmal zielloses Weiterfahren auf der Suche nach einem Rastplatz für die Nacht. Die Tageskilometer addierten sich schon merklich, es fing an zu dämmern, wir fuhren durch Gegenden, die so garnichts mit den ansprechenden Bildern in den Reiseprospekten zu tun hatten, auf der 101 südwärts. Links und rechts nur Agrarland, Avocado-Farmen wohl. So kamen wir nach King City, müde, hungrig und erschöpft. In einem Burger King verspeisten wir unser Abendessen und Unmut machte sich breit. Wir checkten nochmal unsere Apps nach Plätzen. In der Nähe war der San Lorenzo Park Campground. Für unsere Verhältnisse sehr spät kamen wir dort an.

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USA Südwesten Rundreise 2018 – Half Moon Bay https://www.boondokker.de/usa-sudwesten-rundreise-half-moon-bay/ https://www.boondokker.de/usa-sudwesten-rundreise-half-moon-bay/#comments Wed, 01 Apr 2020 10:30:51 +0000 http://boondokker.de/?p=58 USA Südwesten Rundreise 2018 – Half Moon Bay Weiterlesen »

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Seit vorgestern sind wir in den Staaten, um unsere USA Südwesten Rundreise zu unternehmen. Von Berlin über Frankfurt sind wir hergeflogen und haben erst einmal in San Francisco übernachtet. Man bekommt kein Wohnmobil in die Hand gedrückt, wenn man aus dem Flieger steigt. Es war ohnehin schon später als geplant, weil die Einreiseformalitäten sich doch länger hinzogen. Sehr viel länger. Danach haben wir uns von einem Taxi in das Hotel bringen lassen, nachdem der Fahrer endlich einen Weg ausfindig gemacht hat. Irgendwie war immer der Highway zwischen Taxi und Hotel und man kam nicht so einfach auf die andere Seite. Taxifahrer in San Francisco sind eine Klasse für sich. Aber nicht unfreundlich. Wenn wir gewusst hätten, was ein „Uber“ ist, hätten wir das mal probiert. Aber für Experimente hatten wir gerade keinen Sinn. Das Hotelzimmer war schlicht, Best Western Standard, aber uns war es egal. Wir waren in Amerika. Wir waren müde.

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Am nächsten Morgen haben wir uns dann wieder durch die halbe Stadt kutschieren lassen, um das Wohnmobil bei Cruise America abzuholen. Doch zunächst bedienten wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet. Ursprünglich wollten wir öffentliche Verkehrsmittel benutzen, aber dann war es doch bequemer, die Koffer und den ganzen Kram einfach ins Auto zu packen. Wir hatten das Hotel schon weit voraus in Deutschland gebucht, uns dann aber statt für Jucy Camper für Cruise America umentschieden, von daher lag das Hotel nicht mehr ganz so günstig. Aber egal, jetzt sollte es los gehen. Der Plan für den ersten Tag war: Wohnmobil abholen, einkaufen, raus aus der Stadt. Ich wollte nicht am ersten Tag durch San Francisco kurven, sondern einfach nur raus. Und zum Einkaufen fuhren wir in den nächsten Walmart.

Wir hatten unser Wohnmobil neben einem anderen Cruise America – Fahrzeug geparkt und kamen nun mit unseren Einkäufen bepackt wieder zurück. Gerade als wir die Sachen einladen wollten, kam die Storemanagerin (?) und bedeutete uns, dass wir sofort zu verschwinden hätten. In den USA sind in den meisten Bundesstaaten die Walmart-Parkplätze beliebte Übernachtungsmöglichkeiten für Wohnmobilanten (RVler). In den kalifornischen Walmärkten ist das allerdings verboten und so wurden wir wohl als illegale Übernachtungsgäste eingestuft. Das war eine der ganz wenigen unfreundlichen Begegnungen in den USA. Dumm nur, dass es gleich am Anfang war. Eigentlich hätten wir den ganzen gerade gekauften Kram wieder zurück bringen sollen, aber wir waren noch völlig perplex.

Half Moon Bay – Erste Station unserer USA Südwesten Rundreise

Und jetzt liegt die erste Nacht im Wohnmobil hinter uns. Wir sind in der Half Moon Bay auf einem Campingplatz gelandet und versuchen uns nicht ansehen zu lassen, das wir die absoluten Greenhorns in puncto Wohnmobil und USA sind. Na ja, ich nicht ganz, ich habe hier ein paar Jahre gelebt, aber das ist lange her und eine andere Geschichte. Meine Frau allerdings ist das erste Mal hier und das erste Mal überhaupt geflogen. Und jetzt steht sie am Pazifik und ist überglücklich. Ich kann mich auch noch an das Gefühl erinnern, plötzlich auf einem anderen Kontinent zu verweilen und jetzt freue ich mich ganz dolle für sie, dass sie es auch erleben kann.

USA Südwesten Rundreise - Half Moon Bay
Es geht endlich an den Strand

Die Pazifikküste im Norden Kaliforniens ist oft in nebligen Dunst getaucht. Manchmal sieht man wochenlang keine Sonne. Trotzdem wohnt in dieser Szenerie ein ganz bestimmter Zauber, der sich im Sonnenschein wahrscheinlich nicht offenbaren würde, weil der würzige Duft der unzähligen Kräuter in der Sonne anders riecht als diese Mischung aus salziger Gischt und Frische. Es reinigt die Sinne. Ich weiß, das zwischen der Frische hier und der brütenden Hitze im Landesinneren oftmals nur ein paar Kilometer sind. Aber jetzt sind wir an der Küste Kaliforniens, unsere erste Etappe unserer vierwöchigen Rundreise.

Half Moon Bay
USA Südwesten Half Moon Bay

Wir machten einen ausgiebigen Spaziergang und versuchten alles mit allen Sinnen aufzusaugen. Der frische Wind trieb den Jetlag aus den Knochen und wir filmten und fotografierten munter drauf los. Das Foto oben ist ein gutes Beispiel, wie man eine Stimmung einfängt. Auch dazu braucht es nicht unbedingt Sonnenschein, wenngleich es manchmal schwierig ist. Aber Fotos mit blauem Himmel kann ja jeder…

USA Südwesten Rundreise - Half Moon Bay
Half Moon Bay. Hinten bei den Häusern irgendwo steht unser Wohnmobil
USA Südwesten Rundreise - Half Moon Bay
Strandflora

Nun lag die zweite Etappe vor uns. Wir wollten die Highway 1, den allseits bekannten Pacific Coast Highway Richtung Süden nehmen. Ziel war Big Sur. Leider war der PCH im Frühsommer 2018 hinter Gorda wegen eines Erdrutsches nicht mehr befahrbar. Trotzdem wollten wir soweit nach Süden wie möglich, und dann zurück nach Monterey und von da aus eine Route im Landesinneren fahren. Vorher machten wir aber noch einen Pflichtbesuch bei den See-Elefanten im Ano Nuevo State Park. Davon mehr im nächsten Beitrag über den Highway 1

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