Der Dacia Dokker 2020 ist da

Endlich ist der Dacia Dokker 2020 bei uns eingezogen. Die Monate der Wartezeit verbrachten wir mit Planungen – meine Frau plante die Farben der Gardinen und Bezugsstoffe, ich den gröberen Ausbau. Sich Dinge bildlich im Kopf vorzustellen ist das Eine, sie in die Realität umzusetzen das Andere. Dann merkt man plötzlich, das es SO garnicht funktionieren kann, weil der Platz nicht reicht oder die Gegebenheiten einfach nicht so sind wie die Bilder im Kopf. Dann heißt es: Alles auf Anfang. Na ja, nicht alles, aber ohne Änderungen geht es nicht und eine Änderung bedingt dann halt die nächste und so weiter. Und mit dem Ausbau des Campers soll auch der Ausbau der Social Media – Aktivitäten voran schreiten. Auch hier zeigt sich, das mit der Anzahl der vielen offenen Baustellen auch der Frust steigt. Ich werde mich auf Instagram und youtube fokussieren, Facebook und Pinterest erst einmal irgendwie mitlaufen lassen. Meine Facebook-Fanpage habe ich wieder eingestampft, war mir zuviel Werbung und irgendwie steige ich bei Facebook sowieso nicht mehr ganz durch, warum meine öffentlichen(!) Beiträge mal geteilt werden können und dann wieder nicht. Da habe ich gerade keinen Bock mehr drauf, ständig in den Einstellungen herum suchen zu müssen, um am Ende doch zu keinem Ergebnis zu kommen. Aber bei youtube habe ich endlich den Kanaltrailer fertig:

Dacia Dokker 2020
Der ganze Ausbau auf Youtube

Der Dacia Dokker 2020 wird ausgebaut

Zurück zum Dokkerausbau. Natürlich gibt es auf Youtube schon etliche Anleitungen, wie man einen Hochdachkombi zum Minicamper ausbauen kann, speziell auch Dacia Dokker. Warum es ein Dacia wurde, liegt klar auf der Hand: Nirgends bekommt man so viel Auto fürs Geld und die Marke ist auf den Straßen nicht mehr wegzudenken. Und Geld spielt nun mal eine Rolle bei uns. Überhaupt ist dieses ganze Projekt darauf ausgelegt, uns als zukünftige Rentner (2024) noch Reisen zu ermöglichen. Uns, die trotz lebenslanger Erwerbstätigkeit, Aufzucht der Kleinen und Pflege der Alten mit Almosen abgespeist werden. Und zwar Reisen individueller Natur und keine Butterfahrten. Dieser Dacia Dokker bedeutet uns ein Stück Freiheit und Würde. Auch und gerade weil eine fertig geplante USA-Reise 2020 dank Corona ins Wasser gefallen ist und etliche Euros mit in die Tiefe gerissen hat. Ach ja, der Ausbau.

Zählt Scheiben tönen zum Ausbau? Jedenfalls stand mir diese Hürde noch bevor. Macht es ja um einiges leichter, damit anzufangen, da die Folien von innen angebracht werden. Wenn das Auto erst einmal mit allen möglichen Sachen zugebaut ist, wird es komplizierter. Die Folien bekommt man als Rollenware oder als Set, lasergenau zugeschnitten und auf das Fahrzeug abgestimmt. Da ich noch nie irgend etwas foliert habe, war das Set meine Wahl. Die gibt es so um die achtzig Euro im Internet zu bestellen. Der Dacia Dokker hat keine besonders gewölbten Scheiben, sonst hätte ich mich nicht getraut, es selbst zu machen. Ich habe auch nur den Parkplatz vor dem Haus, um die Arbeiten durchzuführen, von daher muss vieles improvisiert werden.

Dacia Dokker 2020 | Hochdachkombi wird zum Minicamper ausgebaut
Die Ausgangssituation

Ich hatte mir überlegt, eine Kamera mitlaufen zu lassen und das ganze dann als DIY-Video auf meinen youtube-Kanal zu laden, bin dann aber davon abgekommen. Beim Scheiben folieren hat man in der Regel nur einen Versuch, so jedenfalls meine Annahme. Und eine laufende Kamera würde mich ablenken und meine Konzentration stören. Jetzt gab es nur noch mich und die Folie. Und die Rakel. Ja, richtig, DIE! Einzahl! Ich wusste gerade nicht, ob es der oder das Rakel heißt und musste googlen. Überraschung. Es heißt DIE Rakel. Einen Punkt für die Grüninnen.

Am Ende ging es dann doch einfacher wie gedacht. Man muss sich eben eine Strategie überlegen und einen nassen Hintern in Kauf nehmen, denn es ist ein ziemliches Geplantsche im Auto. Dieses hatte ich rund herum zu wegen Staub und Luftzug und so. Trotzdem war nicht jedes Staubkorn zu bändigen und einige fanden einen Weg, um sich zwischen Scheibe und Folie einen Platz für die Ewigkeit zu sichern. Ich wüsste nicht, wie ich das mit meinen gegebenen Mitteln hätte verhindern können und somit bin ich mit dem Ergebnis mehr als zufrieden.

raus gucken geht, rein gucken nicht…

Ich habe im Vorfeld recherchiert und mir die Ausbau-Varianten der Camper-Kollegen auf youtube angeschaut. Dabei habe ich mir viele Anregungen geholt, bin aber auch ins Grübeln gekommen, ob man es hier und da nicht besser machen könnte. Besser in dem Sinn, es für unsere Zwecke tauglicher zu machen. Besser auch in dem Sinn, Platz besser auszunutzen. Denn Platz ist ein seltenes Gut in einem Hochdachkombi, wenn ein Minicamper draus werden soll. Also fliegt in der Regel als Erstes die Rückbank raus. Folgt man der Regel weiter, geht es zum Baumarkt, wo eine Bodenplatte aus ein oder zwei Teilen zurecht gesägt wird und wenn man schon im Baumarkt ist, kann man gleich noch Rahmenholz, Multiplexplatten, Verbinderwinkel und zwei Schachteln Spaxschrauben mitnehmen. Und schon kann es los gehen. Wenn man der Regel folgt. Mache ich aber nicht. Meine Bodenplatte gleicht einem Flickenteppich.

Was soll das denn werden?

Wenn ich die Phrase „in Coronazeiten“ höre, wird mir inzwischen speiübel. Trotzdem komme auch ich nicht drum herum, denn sowas wäre mir in normalen Zeiten nicht passiert. In Coronazeiten schon. Wir stehen also vorschriftsmäßig maskiert im Baumarkt geduldig in der Warteschlange am Ausgabeschalter, um unsere zugesägten Bodenplatten abzuholen. Wir geben uns Mühe, gesund auszusehen, nicht zu räuspern oder zu husten, damit wir nicht vom Sicherheitspersonal überwältigt und der Tore verwiesen zu werden wie weiland der Erzengel Michael mit Eva und Adam verfuhr. Man ist ja mittlerweile einiges gewohnt in Coronazeiten. Auch die zuvorkommende Art der Mitarbeiter in der Zuschnittabteilung, die unseren leeren Einkaufswagen verlangten, um ihn von unseren Blicken losgelöst mit unseren Waren zu beladen und anschließend zurück zu bringen. Vom dauernden Einatmen der eigenen ausgeatmeten Luft schon etwas benebelt haben wir natürlich erst draußen am Auto bemerkt, dass die bestellten Maße nicht mit den gesägten überein stimmten. Zwei Teile zu lang. Sie selbst abzusägen erschien mir das kleinere Übel als die Rückkehr zum Maskenball. Und das passiert eben nur in Coronazeiten.

Ich weiß nicht, ob mein Konzept der modularen Bauweise funktioniert. Ich habe es fertig im Kopf, aber – siehe oben – manchmal macht einem die Realität einen Strich durch die Rechnung. Wenn ihr wissen wollt, ob es funktioniert oder ob ich mich zum Obst mache, dann schaut wieder rein, wenn es heißt: Der Boondokker und…

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